zuchthygiene

ZuchthygieneEbenso wichtig für eine erfolgreiche Pferdezucht ist die gewissenhafte veterinärmedizinische Betreuung von Hengst und Stute. Es bedarf zum Deckakt einiger Vorbereitung.

Vor der Bedeckung oder der Besamung nehmen wir stets eine Zuchttauglichkeitsuntersuchung der Stute einschließlich einer Tupferprobeentnahme vor.

Grundsätzliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Pferdezucht jedoch sind:

  • Allgemeingesundheit von Stute und Hengst
  • augenscheinliche Erbgesundheit und
  • Geschlechtsgesundheit beider Tiere.

Die Allgemeingesundheit der Tiere kann am besten durch eine weitgehend natürliche Haltung, Pflege und angepasste Fütterung erhalten werden. Hinzu kommen regelmäßige medizinische Vorsorgemaßnahmen wie Entwurmungen und Impfungen.


ZuchthygieneFalls für Sie eine künstliche Besamung in Frage kommt, führen wir diese für Sie mit gekühltem Frischsperma durch. Herr Walter kommt auch gerne mit unserem mobilen Ultraschallgerät in Ihren Stall und schaut, ob Ihre Stute schon trächtig ist.

Nach Ende der Trächtigkeit, die bei Pferden im Regelfall 336 Tage dauert, wird das Fohlen zu 90 % nachts geboren. Denn dann herrscht Ruhe im Stall. Die Geburt kündigt sich durch das Einfallen der Beckenbänder, Aufeutern und Austreten vom Harztropfen (Zuckerhut), Fältelung der Schamlippen, Veränderung des Bauchumfangs von tonnen- zu birnenförmig und ein Einfallen der Flanken an. Für Fragen und Probleme rund um die Geburt Ihres Fohlens sind wir jederzeit für Sie erreichbar, denn Geburtsstörungen bei Pferden sind immer Notfälle und erfordern ein sofortiges Handeln.

Bis zum Eintreffen des Tierarztes sollte die Stute am Niederlegen gehindert und im Schritt geführt werden, so dass die Bauchpressentätigkeit gemildert werden kann.

Ist die Nachgeburt nach einer Stunde nicht abgegangen, Kontaktieren Sie uns bitte umgehend, so dass unser Tierarzt zu Ihnen kommt.


Nach der Geburt des Fohlens sollte als erstes die Atmung und die Schleimhäute überprüft werden. Nase und Maul sollten von eventuellen Fruchthäuten befreit werden. In der Regel beginnt die Stute sofort nach der Geburt mit dem Trockenlecken des Fohlens. Ansonsten kann es sanft mit frischem Stroh abgerieben werden.

Abreiben regt den Kreislauf an. Die Nabelschnur reißt in den seltensten Fällen von alleine. Sie sollte vorsichtig durchgeschnitten und desinfiziert werden. Dem Fohlen beim ablassen des Darmpechs helfen wir mit Eingabe eines Klistiers. Der neue Erdankömmling soll so früh und schnell wie möglich die Milchbar erreichen und etwa nach 12 Stunden fest auf den Füßen stehen, denn die mütterlichen Antikörper sind nur 24 Stunden in der Muttermilch.

Auch, wenn Stute und Fohlen in Ordnung und gesund erscheinen, melden sie sich bitte, damit Herr Walter eine Routineuntersuchung machen kann.